
Transformationsprobleme lassen sich nicht wegsanieren.
Wir forschen seit 2016 zu Innovation und Transformation in der Krise. Diese Erkenntnisse wenden wir dort an, wo klassische Methoden nicht mehr greifen. Für den Erhalt von Industriekernen in Europa.
Sanierung neu denken.
Wenn das Geschäftsmodell selbst angegriffen ist, helfen Kostensenkungen nicht weiter. Sie verspielen, was den Standort wertvoll macht: Kompetenzen, Anlagen und die Menschen, die diese beherrschen. Die klassischen Instrumente der Sanierung sind nicht dafür ausgelegt, ein Unternehmen im Kern zu transformieren.
Es gibt keine Lösung, die dauerhaft gegen Menschen und das Kapital handelt.
Deshalb beginnt der GRANTIRO Prozess nicht bei den Kosten, sondern bei den Menschen, die das Unternehmen am besten kennen.
Wie der Prozess funktioniertVon der vermeintlichen Alternativlosigkeit zu Perspektiven für die Zukunft.
Aus vielen Möglichkeiten werden mehrere finanzierbare Geschäftsmodelle. Entwickelt von den kreativsten Menschen im Unternehmen, rund um das, was an Kompetenz und Anlagen bereits vorhanden ist.
Kreativitätsauswahl
Am Anfang steht die Belegschaft als Ganzes. In der Kreativitätsauswahl werden die kreativsten Menschen im Unternehmen identifiziert, quer durch alle Bereiche und Hierarchien. Sie tragen den Prozess.
Ideen
In der Ideation entsteht eine große Zahl von Ideen, bottom-up mit den kreativsten Menschen der Belegschaft und rund um die bestehenden Kernkompetenzen.
Konzepte
In der Integration werden die Ideen mit aktiven Marktteilnehmern bewertet. Die stärksten werden zu tragfähigen Konzepten verdichtet.
Geschäftspläne
In der Implementation werden die zukunftsfähigsten Konzepte zu Geschäftsplänen ausgebaut und in den Investorenprozess geführt.
Ich weiß wieder, wofür ich morgens aufstehe.
Formate für Situationen, die sich nicht mehr mit klassischen Werkzeugen lösen lassen.
Der vollständige Transformationsprozess für Unternehmen in Sondersituationen: von der Ideation über die Integration bis zum Investorenprozess. Eigene Perspektiven für Banken, Gesellschafter und Betriebsrat.
Mehr erfahrenScreening der vorhandenen Industriekompetenzen in Unternehmen und Abgleich mit Anforderungsprofilen aus Kritischer Infrastruktur, Zivilschutz und Verteidigung, bis hin zur Anbahnung konkreter Kooperationen.
Mehr erfahrenSondersituationen, in denen GRANTIRO hinzugezogen wurde.
Vom ersten Prozess 2016 bis zu ausgesuchten aktuellen Mandaten: Industrieunternehmen, Insolvenzverfahren und ganze Regionen im Strukturwandel.
Batteriezellfertigung im Gigawatt-Maßstab
GRANTIRO Prozess und M&A-Prozess laufen hier gemeinsam: Während der Verkaufsprozess für die Zellfertigung läuft, entstehen parallel neue Geschäftsmodelle. Sie erschließen den Standort für Käufergruppen, die ihn vorher nicht in Betracht gezogen hätten.
Der Prozess läuft.
Gießerei, Deutschland
Der Gesellschafter plante die Verlagerung der Produktion und die schrittweise Schließung des Standorts. Parallel dazu lief eine Pilotphase des GRANTIRO Prozesses, gemeinsam mit IG Metall und Betriebsrat: über 100 Ideen, verdichtet auf rund 10 Konzepte, dazu eine internationale Investorenansprache.
Die Verlagerung fand statt, auf ökonomisch belastbarer Grundlage und im Einvernehmen. Die Mitarbeiter kamen dadurch deutlich schneller in anderen Betrieben unter.
ZF Friedrichshafen, Eitorf
Der Standort musste sich im Zuge der Transformation der Automobilindustrie neu positionieren, nicht aus einer akuten Krise heraus, sondern bevor eine entsteht. Der GRANTIRO Prozess lief in partizipativen Formaten mit der Belegschaft.
Aus den Workshops entstanden konkrete Geschäftsmodellansätze und Maßnahmen als Grundlage für die strategische Ausrichtung des Standorts.
Eickhoff Wind Power, Klipphausen
Trotz moderner Anlagen und weltweitem Bedarf war die Schließung zum Jahresende angekündigt. Im Prozess „Wind of Change“ entwickelte die Belegschaft gemeinsam mit IG Metall und Betriebsrat allein im ersten Monat über 500 Ideen, daraus 30 Konzepte, gefolgt von einer strukturierten Investorenansprache.
Für eine Abwendung der Schließung war der Prozess zu spät gestartet. Das sächsische Wirtschaftsministerium hat den Ansatz anschließend als Playbook „Innovation in der Krise“ dokumentiert.
Landkreis Görlitz, Lausitz
Der Kohleausstieg bedroht tausende Arbeitsplätze. Erstmals wurde der GRANTIRO Prozess auf eine ganze Region angewendet: eine offene Innovationsplattform, Kreativitätsinterviews, Qualifizierung und die Entwicklung förderfähiger Projekte in Medizintechnik, Kulturtourismus und nachhaltiger Schienenmobilität.
Über 500 Bürger beteiligten sich aktiv. Erste Projekte gingen innerhalb weniger Wochen in die Förderung. Niesky positionierte sich als Favorit für ein Testzentrum für Schienenfahrzeuge.
Ledvance, Eichstätt
Der Eigentümer plante die Schließung wegen Überkapazitäten, ein Carve-out war bereits gescheitert. M&A- und Innovationsprozess liefen daraufhin parallel: neue Geschäftsmodelle, ein ökonomischer Vergleich von Schließungs- und Fortführungskosten und die Ansprache von mehr als 120 möglichen Käufern.
Die Schließung erwies sich als der wirtschaftlich schlechtere Weg. Der Standort wurde verkauft, alle 333 Mitarbeiter übernommen und das Werk in LED-, Medizin- und Landebahnbeleuchtung diversifiziert.
Tetenal Europe, Norderstedt
Die Digitalisierung der Fotografie hatte das Kerngeschäft zerstört, im September 2018 folgte die Insolvenz. Parallel zum gescheiterten Investorenprozess entstanden über 30 neue Geschäftsmodelle rund um die Renaissance der analogen Fotografie, bis hin zu einem Management-Buy-out aus der Belegschaft heraus.
Der Buy-out gelang, die Auslandsgesellschaften wurden verkauft. Nach der Pandemie geriet das Unternehmen erneut in Schwierigkeiten; ein zweiter Neustart gelang nicht.
Schaidt Innovations, Wörth am Rhein-Schaidt
Mit der Touchscreen-Navigation war das Kerngeschäft „Autoradio“ weggebrochen, es folgte die Insolvenz in Eigenverwaltung. In sieben Monaten entstanden aus zwölf Chancenfeldern mehr als 30 Geschäftsideen mit Fokus auf E-Mobilität, Mechatronik und IoT; 140 mögliche Investoren wurden angesprochen.
Der Standort wurde verkauft und alle Arbeitsplätze blieben erhalten. Er arbeitet heute als Teil eines internationalen Konzerns an Ladestationen und Steuergeräten.













Turnaroundkongress 2026
in Weimar
31. August bis 1. September 2026 · Hotel Elephant
Ein unabhängiges Zukunftslabor für Unternehmer, Berater und Entscheider, das dort ansetzt, wo klassische Fachtagungen an ihre Grenzen kommen. In Weimar bringt der Kongress Praktiker aus Restrukturierung, Management, Politik und Wissenschaft zusammen, um unter realem Krisendruck neue Formen von Geschäftsmodelltransformation, Krisenschutz und Zukunftssicherung zu erproben.
Nicht nur in Vorträgen, sondern in intensiven Diskussionen, Fallarbeiten und Formaten, die bewusst über bekannte Muster hinausgehen. Getragen von Prof. Dr. Hans Haarmeyer, Deutsches Institut für angewandtes Insolvenzrecht, und dem GRANTIRO Think&Do Tank.
Wir finden Antworten auf Fragen, die als alternativlos beantwortet gelten.
Der GRANTIRO Think&Do Tank ist eine nicht-kommerzielle Allianz aus Wissenschaftlern und Praktikern. Unsere Erkenntnisse werden dort angewendet, wo Unternehmen, Organisationen und Regionen unter Druck stehen.



Strategische Resilienz
Europas Industrie verfügt über Kompetenzen und Anlagen, die für Kritische Infrastruktur, Zivilschutz und Verteidigung gebraucht werden. Nur erkennen sich die Unternehmen darin selten wieder, weil sie sich über ihr bisheriges Produkt definieren und nicht über ihr Können.
Wir erforschen, wie sich vorhandene Industriekompetenz auf diese Bedarfe übertragen lässt, mit unseren Methodenwerkzeugen wie dem Planspiel „Strategische Resilienz“ und in unserem Industry Match Programm.
Forschungsfelder

Herrenlose Unternehmen
In komplexen Strukturen ist oft nicht mehr nachvollziehbar, wer tatsächlich entscheidet und worauf sich Entscheidungen stützen. Verantwortung und wirkliche Entscheidungswege fallen auseinander.

Schwarmintelligenz nutzen
In schwierigen Lagen geben Organisationen die Lösungsfindung an einzelne starke Führungspersonen und externe Experten ab. In Zeiten der Ungewissheit sind auch die überfordert. Besser ist die Beteiligung vieler verschiedener Menschen.

Restrukturierung durch Transformation
Die klassischen Instrumente der Sanierung sind nicht darauf ausgelegt, Unternehmen zu transformieren. Kosteneffizienz reicht nicht, wenn das Geschäftsmodell selbst angegriffen ist.

Überwindung heutiger Unternehmensgrenzen
Wertschöpfung endet selten am eigenen Werkstor. Wir erforschen, wie Unternehmen Kompetenzen, Anlagen und Menschen über ihre Grenzen hinweg zusammenführen, sodass tragfähig wird, was allein niemand stemmen könnte.

Asset-Rich Start-Ups
Kompetenzen, Maschinen und Strukturen gelten im Wandel schnell als Last und werden unwiederbringlich zerstört. Wir erforschen, wie daraus Beschleuniger für Neues werden.









